Bambusfasern

Bambusfasern

Bambusfasern – die fluffigste Versuchung der LowCarb Zutaten!

Bambusfasern als Zutat in Lebensmitteln? Was mir bis vor 1 Jahr komplett neu. Inzwischen habe ich mich dazu entschlossen, sie in meine Rezepte einzubauen. Der Grund liegt darin, dass es oftmals schwer ist, in LowCarb Gebäck eine gewisse Luftigkeit zu bekommen. Quark und Ei lassen die Backergebnisse häufig feucht bleiben und man hat das Gefühl, dass das Gebäck, ob Brot, Brötchen oder Kuchen, noch nicht ganz fertig gebacken ist.
Bambusfasern haben quasi keine nennenswerte KH, allerdings jede Menge Ballaststoffe. Je nach Anbieter variiert ihre Konsistenz enorm. Als ich die erste Lieferung von der Bäckerei Spiegelhauer erhalten habe, war ich über das Volumen absolut erstaunt. Mich hat es – ehrlich gesagt – eher an das Innenleben von einem Kissen erinnert, als ein ein Mehl. Andere Lieferanten, von denen ich die Bambusfasern ab und an beziehe, wie z.B. Zimmermann Sportnahrung, liefern die Bambusfasern in Form eines sehr sehr fein gemahlenen Mehls, das Weizenmehl ähnelt. Also gibt es hier unglaubliche Unterschiede.

Gerade in der Anfangsphase der Ernährungsumstellung ist man mit unendlich vielen komplett neuen Zutaten konfrontiert. Ich, genau wie viele andere, versuchen sich anfangs an Empfehlungen anderer zu orientieren. Nach und nach sortiert man aus, und so ergibt sich irgendwann eine gewisse Routine in Bezug auf wo kaufe ich was in der von mir gewünschten Qualität. Beim Thema Mandelmehl habe ich ja schon so meine Erfahrungen niedergeschrieben. Meine (aktuellen) Bezugsquellen für die Zutaten, die ich aktuell verwende, findest Du hier.

Die bei weitem am häufigsten gestellte Frage bei der Veröffentlichung von Rezepten ist: Kann ich x gegen y austauschen? Immer eine etwas schwierige Sache, denn a) entstehen Rezepte oft durch Experimentieren und daher nur genau mit diesen Zutaten. Und b) ist der Austausch in der LowCarb Welt gar nicht so einfach. Es gibt so viele LC-Mehle mit den unterschiedlichsten Eigenschaften, so dass der Austausch oftmals über Erfolg und Misserfolg entscheiden.
Da Bambusern noch relativ neu sind, wurden viele LowCarbler im Anfänger- aber auch Fortgeschrittenen Stadium – bisher noch nicht damit konfrontiert. Da sie aber in immer größerem Maße eingesetzt werden, ist es sinvoll, sich damit ein wenig zu beschäftigen.

Wenn man es mal ganz pragmatisch sieht, ist es eine Zutat, die Volumen und Ballaststoffe, aber wenig Kalorien und Kohlehydrate liefert. Ergo, macht satt und nicht dick. So einfach kann die Rechnung sein. Die Industrie macht sich speziell das Volumen der Bambusfasern zu eigen und kann so z.B. das Volumen von Humus mit dem Einsatz von Bambusfasern verdoppeln. Allein das zeigt, dass Bambusfaser eine Zutat ist, die einen hohen „Fluffitätsfaktor“ besitzen. Warum diesen also nicht nutzen?

Kartoffelfasern sind in der LowCarb Ernährungsweise schon seit langem etabliert. Wenn nun nach möglichen Austauschprodukten gefragt ist, wird sehr häufig die Frage gestellt, ob man Bambusfasern gegen Kartoffelfasern austauschen kann. Allein das hier im Beitrag gezeigte Foto zeigt, dass das Volumen von 10 g Bambusfasern und 10 g Kartoffelfasern so unterschiedlich ist, dass die Antwort auf die Frage selbsterklärend ist. Meine Antwort ist ganz klar: Nein! Andere Zutat – anderes Ergebnis!

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich finde Bambusfasern toll und freue mich sehr, dass ich die Entdeckung gemacht habe.

Blog
Pizza aus Hefeteig

Pizza aus Hefeteig

Portionen

2

Zeit gesamt

90 min

Level

easy

Rezept

Pizza wie vom Lieblingsitaliener!

Der Geruch von frischer Pizza, der aus der Küche kommt….den kennt jeder, oder? Verführerisch duftend bringt er alle Erinnerungen an den letzten Italienurlaub zurück. Herrliche Gewürze wie Oregano, der Geruch von warmen Oliven und Salami – einfach lecker!

Nachdem ich einen Hefeteig zusammen gestellt habe, der für süßes Gebäck und Kuchen genauso verwendbar ist wie für Pizza, kannst Du auch ohne Reue in die Geschmackswelt Italiens eintauchen. Ich esse ja am liebsten Pizza alla Romana – also mit Schinken, Rucola und Cherrytomaten. Wie sieht Deine Lieblingspizza aus? Artischocken, Pilze, Thunfisch, Käse – jaaaa, viel Käse?

Ein Hefeteig ist natürlich etwas aufwändiger, weil er Zeit zum Gehen braucht, als ein klassischer LowCarb-Pizzateig aus Blumenkohl, Thunfisch oder die übliche Quark-Käse-Version, ich bin aber auch der Meinung, dass sich der Aufwand lohnt. Probiere es einfach selbst aus und lass‘ es Dir schmecken.
Buon Apetito!

Zutaten

Ansetzen der Hefe:

  • 25 g frische Hefe
  • 1 TL Haushaltszucker oder Honig
  • 50 ml warme Milch

Nasse Zutaten:

  • 3 Eier (bei mir immer Größe L)
  • 130 g Quark 20% Fettgehalt
  • 130 – 150 ml warme Milch (zzgl. zu der o.g. Milch für das Aktivieren der Hefe)

Trockene Zutaten:

Für den Belag:

  • passierte Tomaten
  • Salami
  • Schinken
  • Pilze
  • frisch geriebenen Käse
  • Ei
  • oder Belag nach Wunsch
  •  

Pizza aus Hefeteig ist eine Erinnerung an die Vor-LC-Zeit – umso schöner, dass das nicht länger eine Erinnerung sein muss. Der Geruch einer guten Pizza verzaubert das ganze Haus!

Bambusfasern
Bambusfasern
Bambusfasern
Bambusfasern
Bambusfasern
Bambusfasern

Blechtoast Canapés

Oder doch lieber Canapés?

Schritt für Schritt Anleitung

Schritt 1

Die frische Hefe zerbröseln und mit einem TL Zucker/Honig und warmer Milch in eine Kaffeetasse geben. Diese Tasse möglichst an einem warmen Ort (Heizung, auf der sonnigen Fensterbank) für 10-15 min stehen lassen. Die Hefe wird dadurch aktiviert und anfangen, Blasen zu schlagen. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, sie weiter zu verarbeiten. Die Zeitspanne eignet sich bestens, um die trockenen Zutaten zusammen zu stellen.

Schritt 2

Verquirle die nassen Zutaten miteinander, bis auch der Quark schön glatt gerührt ist.

Schritt 3

Mische die trockenen Zutaten gut miteinander und gebe sie zu der Eier-Quark-Masse hinzu. Bevor Du mit dem Vermengen anfängst, gib den kompletten Inhalt Tasse, also die Hefemischung mit in die Schüssel.

Schritt 4

Vermenge nun alle Zutaten mit der Küchenmaschine (ich empfehle für diesen Teil den Flachrührer) bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.

Schritt 5

Forme aus dem Teig in der Schüssel einen Laib, decke die Schüssel mit einem leicht angefeuchteten frischen Geschirrhandtuch ab und lasse den Teig an einem warmen Ort für 1 Std. gehen. Ich stelle die Metallrührschüssel immer bei ca. 50 Grad Ober-/Unterhitze in den Backofen. Danach kannst Du den Ofen gleich auf 160 Grad Umluft weiter hoch heizen.

Schritt 6

Nach einer Stunde sollte der Teig sichtlich aufgegangen sein. Die Teigmenge ist ausreichend für 2 Pizzen. Knete ihn nun nochmals durch und dann rolle ihn zwischen 2 bemehlten (mit Bambusfaser) Dauerbackfolien oder 2 Seiten Backpapier zu einer ovalen oder runden flachen Form aus. So, wie Du Deine Pizza am liebsten hast. Stich mit einer Gabel den Boden einige Male ein.

Schritt 6a optional – wenn Pizza mit Käserand

Lege nun um den Rand herum den frisch geriebenen Käse und schlage diesen dann nach innen um.

Schritt 7

Forme einen leichten Wulst am Rand des Pizzabodens, so dass die Tomatensoße später nicht herunter läuft.

Schritt 8

Gib‘ den Pizzaboden nun zum Vorbacken für ca. 10 min bei 160 Grad Umluft in den Ofen. Danach sollte er eine leichte Bräune haben.

Schritt 9

Jetzt kannst Du die beiden Pizzaböden nach Wunsch belegen, d.h. zuerst die passierten Tomaten und dann alles weitere.

Schritt 10

Nun weitere 10-15 min bei gleicher Temperatur (je nach Belag (wie hier mit dem Spiegelei) ggfs. kurz bei Oberhitze) fertig backen.

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