Küche verwüsten – Kitchen fails

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After Eight....nicht

Da liegt man morgens im Bett – an einem Sonntag (!) – und kann nicht mehr schlafen, weil einem die fixe Idee in den Sinn kommt, After Eight nachbauen zu wollen. Ok, die komplette Schokopralinenindustrie, Verfahrenstechniker und Lebensmitteltechnologen mal eben so en passant zu düpieren war wohl eher etwas größenwahnsinnig. Nur, dass Ihr auch seht, dass das Nachkochen von bestehenden Rezepten ja shcon oftmals schwer genug ist. Das Entwicklen von neuen Rezepten, die dann auch alltagstauglich sind, ist um ein Vielfaches schwerer. Der ein oder andere Mißerfolg bleibt nicht aus. Aber wenn man dran bleibt und vielleicht ein wenig tüftelt, kann es am Ende doch klappen. Wenn ich also die ersten vernünftigen After Eight Nachbauten hinbekommen habe, werdet Ihr es als erstes erfahren.

Aaaaah, lauter Eier Zwillinge!

Ich kaufe meine Eier immer auf unserem lokalen Markt von lokal ansässigen Bauern. Und wenn ich die, der Größe L kaufe, dann haben die nichts mit den L-Eiern aus dem Supermarkt zu tun. Die Eier vom Markt sind per se schon unglaublich groß, und dann kommt noch dazu, dass speziell um die aktuelle Jahreszeit (April/Mai) ganz viele der Eier, Zwillingsdotter haben. In diesem Fall waren es alle Zwillinge – das torpediert doch jedes Rezept 🙂 !

Küche verwüsten - Kitchen fails
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Ein Monster in meinem Ofen

…da geht man mal für 3 Minuten aus der Küche, kommt zurück und dann das! 😀 Ein kleines Küchenmonster! An sich sollte es ein ganz normales Blechtoast werden. Jetzt könnte sich eine komplette Gans darin verstecken.
Hier geht es zum Rezept.

Ja, mir geht es gut!

Versprochen! Meine Finger sind alle noch dran und sie bewegen sich auch alle 5 noch. Das ist das Ergebnis, wenn man mit gefrorenen Heidelbeeren herum werkelt. Wahnsinn, welche Farbkraft diese kleinen Beeren haben!

Küche verwüsten - Kitchen fails
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Schokodesaster

Der Teig war zu weich, ließ sich nicht anständig ausrollen und als dann noch Schokolade ins Spiel kam, war es dann leider passiert. Das eigentliche Endergebnis war dann auch nicht so fotogen, so dass ich es Dir erspare 😀

Mandelmehl

Mandelmehl vs. gemahlene Mandeln

Mandelmehl ist eines der wichtigsten Mehle in der LowCarb Ernährung. Speziell beim Backen von Kuchen und Gebäck ist nicht wegzudenken. Es hat je nach Hersteller und/oder Charge einen mehr oder weniger intensiven Geruch oder Geschmack von Marzipan. In der Regel ist es allerdings eher neutral vom Geschmack, aber in der Konsistenz dem klassischen Weizenmehl recht nah.

Dennoch werden häufig Mandelmehl und gemahlene Mandeln in einem Atemzug genannt. Nicht selten werden sogar von Herstellern gemahlene Mandeln unter dem Namen Mandelmehl verkauft. Hier heißt es also als Konsument mit wachsamen Augen einkaufen zu gehen. Wie erkennt man denn dann den Unterschied?

Gemahlene Mandeln findet man in jedem Supermarkt in der Abteilung für Backzutaten. Direkt bei Kokosraspeln und gemahlenen Haselnüssen. Bei den gemahlenen Mandeln gibt es 2 Ausprägungen. Die etwas bräunlicheren gemahlenen Mandeln, sind Mandeln, die incl. ihrer braunen Fruchthaut gemahlen werden. Und es gibt gemahlene und blanchierte Mandeln, bei denen durch das Tauchen in heißes Wasser (Blanchieren) die braune Fruchthaut von der eigentlichen Mandel entfernt werden kann. Diese gemahlenen Mandeln sind schön hell. In Abhängigkeit des Einsatzes und des Rezeptes kann man sich für die eine oder andere Variante entschieden. Als Bestandteil eines LC-Bircher-Müslis z.B. könnten es bei mir gerne die Mandeln mit Haut sein, da wäre mir die Farbe nicht so wichtig. Für Backwarenrezepte, in denen gemahlene Mandeln vorkommen, würde ich in der Regel die gemahlenen und blanchierten Mandeln nehmen. Ganz einfach, weil die Backwaren dann eine schönere Farbe bekommen. Aufgrund des zusätzlichen Verarbeitungsschrittes sind die hellen gemahlenen Mandeln natürlich auch teurer.

Bei Mandelmehl nun, handelt es sich um den gemahlenen Rest (der sogenannte Presskuchen), der beim Pressen von Mandelöl übrig bleibt. Dieser Rest wird sehr fein gemahlen und hat fast die Konsistenz von Weizenmehl. Durch den Entzug von Öl während des Pressvorganges, und die feinere Körnung, hat das Mandelmehl andere Backeigenschaften als gemahlene Mandeln. Mandelmehl hat daher einen Fettanteil von ca. 10 %, wohingegen gemahlene Mandeln einen Fettgehalt von ca. 60 % aufweisen.

Die feine Körnung und das entölte Mehl liefert einer möglichen Flüssigkeit viel Oberfläche und bindet diese daher wesentlich besser als gemahlene Mandeln.

Beim Kauf sollte daher dringend die Produktbeschreibung gelesen werden. Fehlt dort die Information „teilentölt“ oder „entölt“, handelt es sich lediglich um gemahlene Mandeln. Da es hier offensichtlich keine rechtlichen Vorgaben gibt, müssen wir als Kunden darauf achten, das zu kaufen, was wir auch wirklich haben wollen. Ein sehr guter Indikator ist auch der angegebene Fettgehalt. Gemahlene Mandeln haben einen Fettgehalt von ca. 50-52 %. Mandelmehl, welches ja zum Teil entölt wird, hat einen wesentlich geringeren Fettanteil – also meist um die 10 %.
Meine Empfehlung ist klar das Mandelmehl / Mandelprotein von Mr. Brown.

Low Carb und seine Varianten

Low Carb und seine Varianten

Die Ernährungsform, die darauf begründet, den Anteil an Kohlehydraten in der Ernährungsweise zu reduzieren und deren allgemein gültige Definition gibt es nicht. Man kann nicht einfach ein Buch aufschlagen und die Definition auswendig lernen. Low carb ist kein geschützter Begriff, das bedeutet auf der einen Seite, dass man eine für sich passende Version finden kann, auf der anderen allerdings, dass man sich durch sehr viel Literatur kämpfen muss, um es zu verstehen.

Einige Arten der low carb-Ernährung sind hier kurz erwähnt (die Liste ist nicht vollständig):

LCHF = Low Carb – high fat = Kohlehydrate ca. <100g pro Tag

LCLF = Low Carb – low fat = Kohlehydrate ca. <100g pro Tag

Keto = Energie des Körpers wird aus Ketonkörper generiert = Kohlehydrate ca. <50g pro Tag

Low carb nach Atkins = je nach Phase der Diät <5g KH pro Tag, später <20g KH pro Tag

Low carb mit der 10er Regel = keine Zutat darf >10g KH auf 100g Produkt haben

Low carb nach der 300g Regel = low carb ja, und nur max 300g pro Mahlzeit

LOGI Methode=80-100g KH pro Tag mit Zutaten, deren Glyxfaktor im Rahmen einer definierten Ernährungspyramide berücksichtigt wird

Du siehst, das sind nur einige Ideen, die auf dem low carb Markt zu finden sind, die aber eines alle gemeinsam haben, nämlich das Verständnis, dass Kohlehydrate keine essentiellen Nährstoffe sind und daher aus den unterschiedlichsten Zutaten gebildet werden können.
Das ist bei guten Fetten und Eiweißen anders, diese sind essentiell und der Körper benötigt sie, um das Überleben zu sichern.
Die Aussage, dass unser Gehirn z.B. Zucker benötigt ist darum falsch, wenn es um zugeführten Zucker geht. Der Körper ist in der Lage, die für ihn notwendigen Kohlehydrate über den Stoffwechsel und Enzyme zu generieren. Meine Devise dabei ist, es muss praktikabel im Alltag, gesundheitsfördernd und auch sozial kompatibel sein.
Was heißt das?
Praktikabel im Alltag: Kennt Ihr diese Rezeptbücher, in denen die exotischsten Gewürze und Zutaten zu finden sind, von denen man aber im ganzen Leben nur eine Messerspitze voll benötigt? Habt Ihr von diesen Zutaten auch noch einige in Euren Schränken und werdet sie irgendwann entsorgen müssen, weil sie alt und schlecht geworden sind? Genau das ist, was ich mit alltags tauglich meine. Sicher gibt es auch in der LC Ernährung Zutaten (speziell beim Backen), die auch ich vorher nie gehört oder gesehen habe. Aber alles andere sind Gemüse, Fleisch und Milchprodukte wie sie völlig normal in jedem Supermarkt erhältlich sind.
Viele der Gerichte sind schnell und immer frisch zubereitet, so dass das Essen machen auch Spaß macht.
Gesundheitsfördernd: Das ist ein breites Thema, allerdings ist ja allgemein gültig, dass frische Zutaten für die Ernährung per se schon mal besser sind, als Convenience-/Fertiggerichte oder Junkfood. Viele Menschen leiden inzwischen unter Glutenunverträglichkeit (auch Weizenkleber oder Klebeeiweiß des Getreides genannt). Jedes Brötchen und Brot muss sich in seiner Fluffigkeit und Crunch gegenüber dem anderen abheben. Das Gluten hilft dabei, die Stabilität der umbackenen Luft zu halten. Da der Kundenwunsch danach immer größer wurde, wird heute zu dem natürlichen Gluten zusätzlich Gluten bei Backwaren beigefügt, um so das erwünschte Krachen beim Beißen in ein Brötchen zu verstärken. Diese Überdosierung führt bei manchen Menschen zu Magenkrämpfen, Durchfall und Zahnveränderungen. Eine der Auswirkungen nennt man Zöliakie.
Weiterhin ist eine der grundlegenden Ideen der kohlydratreduzierten Ernährung den Blutzuckerspiegel auf einem normal niedrigen und stabilen Level zu halten. Also eine möglichst geringe Insulinreaktion auf die Nahrungsaufnahme zu erwirken. Diese Idee kennen Diabetiker in ihrer Ernährung gut, denn bei ihnen ist in der Regel genau diese Balance nicht mehr gewährleistet z.B. bei einer Insulinresistenz. Ich bin weder Medizinerin noch Ernährungswissenschaftler, halte diese Aussagen allerdings für sehr plausibel und lerne auch jeden Tag dazu.
Sozial kompatibel: Ja, ich lebe low carb, aber es gibt kein Evangelium oder Dogma für mich. Bin ich an einem Tag unterwegs und treffe mich mit Freunden, achte ich natürlich darauf, dass ich im Rahmen meiner Idee meiner Ernährung bleibe, weiß aber, dass ich von einem Bissen Kartoffel oder Kuchen nicht gleich tot umfallen werde. Ich möchte niemanden in meiner Umgebung belehren oder erziehen. Sollte ich in einem Restaurant oder bei einer Einladung von Freunden, Dinge, die in meine Ernährungsvorstellung nicht passen, weglassen können, werde ich das selbstverständlich machen. Allerdings werde ich niemanden vor den Kopf stoßen, wenn er meine Vorstellung von einem Essen nicht teilt.